Wohnen Im Taunus

Immobilien- und Livestyle-Blog für Eigentümer und solche, die es werden wollen.

Kategorie: Homestaging

Wie Homestaging Räume perfekt für den schnellen Verkauf in Szene setzt

Ende Juni durften wir einen Teil des Europaviertel in Frankfurt am Main mit gestalten und haben für das Projekt Parkend eine Musterwohnung kreiert. In Kooperation mit KONTRAST Möbel hier aus Frankfurt am Main haben wir eine wundervolle Musterwohnung gestaltet, welche zum verweilen einlädt und den potentiellen neuen Bewohnern eine Vorstellung vom eingerichteten Raum gibt. Lasst Euch von […]

über Musterwohnung PARKEND — Room N°1

Vier Schritte zur erfolgreichen Immobilienanzeige

Wenn Sie eine Immobilie verkaufen oder vermieten, müssen Sie Aufmerksamkeit generieren. Wirklich jeder, der in Ihrer Gegend ein neues Zuhause sucht, sollte von Ihrem Angebot erfahren. Nur so finden Sie zeitnah einen passenden Käufer oder Mieter. Sie brauchen also eine Immobilienanzeige, die gleichermaßen informiert wie Lust auf Wohnen macht. Und so geht’s:
Schritt 1: Entscheidung für Zeitung oder Internet
Wo möchten Sie inserieren? Entweder Sie geben eine kleine Textanzeige im Immobilienteil Ihrer Lokalzeitung auf. Die wichtigsten Informationen bekommen Sie in drei Zeilen. Ungefähr so: „3ZKB in Kö, 62qm, GA, NR, EBK, Blk, WC, TGLBad, 650,- kalt. Chiffre 83943.“ Für viele Privatvermieter ist das noch immer der Königsweg. Meine Empfehlung: Wenn Sie Ihre Immobilie zum bestmöglichen Preis verkaufen oder vermieten, und vielleicht aus mehreren Interessenten auswählen möchten, entscheiden Sie sich für ein Immobilienportal im Internet, Informationsquelle Nr. 1 für Immobiliensuchende. Laut Immostudie der Uni München werden Immobilien zu über 70 Prozent online gesucht. Aus persönlicher Erfahrung kann ich sagen, es sind meist sogar mehr.
Im Internet haben Sie außerdem mehr Möglichkeiten Ihre Immobilie mit längeren Texten und aussagekräftigen Bildern vorzustellen. Zudem wird Ihr Angebot damit auf Handys und Tablets verfügbar. Die Suche über mobile Endgeräte nimmt stetig zu. Dieser Entwicklung sollten Sie sich nicht verschließen.
Bei den Anbietern haben Sie die Qual der Wahl. Als professioneller Immobilienmakler für Königstein, Kronberg, Bad Soden und den Vordertaunus decke ich mit insgesamt 14 großen und kleineren Portalen ein breites Spektrum ab. Privatanbieter sollten sich für ein oder zwei Anbieter entscheiden, wie Immowelt oder Immonet.
Schritt 2: Einladend texten
Im Textbereich Ihrer digitalen Anzeige beschreiben Sie Ihre Immobilie detailliert. Informieren Sie nicht nur zu Ausstattung und Bauart, sondern schaffen Sie Emotionen. Vermitteln Sie einen ersten Eindruck, wie schön es sich in Ihrer Immobilie wohnt.
Vernachlässigen Sie dabei nicht die Lagebeschreibung und Infrastruktur vor Ort. Wie ist die Verkehrsanbindung, gibt es Parkmöglichkeiten, wo ist der nächste Supermarkt, Kindergarten, Sportzentrum etc. Und besonders wichtig: Achten Sie auf ordentliche Grammatik und vermeiden Sie Schreibfehler. Auch dadurch heben Sie sich von vielen Konkurrenzangeboten ab.
Schritt 3: Harte Fakten genau angeben
Hier geht es um die vergleichbaren Eckdaten Ihrer Immobilie. Anzahl der Zimmer, Quadratmeter der Wohn- und Nebenflächen, Ausstattungsmerkmale wie Küche, Pool, Balkon, Parkmöglichkeiten etc. Machen Sie möglichst genaue Angaben. Interessenten nutzen die Filterfunktion der Immobilienportale für die gezielte Suche und vergleichen die Quadratmeterpreise. Die Wohnfläche sollten Sie nicht selbst ausmessen sondern auf die Wohnflächenberechnung des Architekten zurückgreifen. Vergessen Sie nicht den Energieausweis Ihrer Immobilie zu zitieren. Diesen benötigen Sie seit 1.Mai 2014 zwingend wenn Sie eine Immobilie verkaufen, vermieten oder verpachten. Inserieren Sie ohne diese Angaben aus dem Ausweis so begehen Sie eine Ordnungswidrigkeit. Es droht ein saftiges Bußgeld von bis zu 15.000 Euro! Außerdem ist Ihre Anzeige dann abmahnfähig, wofür findige Anwälte eine ordentliche Summe kassieren. Also besser immer das Baujahr laut Energieausweis, Energieträger, Endenergiebedarf, Energieeffizienzklasse und Gültigkeitsdatum des Ausweises angeben.
Schritt 4: Mit schönen Bildern begeistern
Ihre Immobilie kann noch so tolle Ausstattungsmerkmale haben. Um aus der Masse der Angebote herauszustechen, benötigen Sie aussagekräftige Bilder, die Ihre Immobilie im besten Licht zeigen. Besucher von Immowelt & Co entscheiden anhand der Bilder in wenigen Sekunden, ob sie eine Immobilie mögen oder nicht.
Wie gut Ihre Bilder werden hängt davon ab wie fit Sie in Sachen Digitalfotografie sind. Diese Grundregeln sollten Sie auf jeden Fall beachten:

  • Räumen Sie auf. Je weniger persönliche Gegenstände, desto besser. Zeitungen, Handys oder Kinderspielzeug stören die Wohnatmosphäre.
  • Entrümpeln Sie, wenn nötig. Zu viele Möbel können einen Raum optisch verkleinern.
  • Statten Sie kahle Räume mit Möbeln aus. Lassen Sie ihre Immobilie gegebenenfalls von einem Homestaging-Profi wohnlich gestalten. Mehr dazu lesen Sie in meinem Blog-Beitrag zu Homestaging. Eine Anbieterliste bietet der Fachverband DGHR.
  • Fotografieren Sie bei Tag und schalten Sie alle Lichtquellen im Raum ein. Verwenden Sie nur im Notfall ein Blitzgerät. Die dabei entstehenden Schlagschatten lassen das Motiv unnatürlich wirken.
  • Halten Sie die Kamera gerade. Schiefe Winkel erzeugen stürzende Linien am Bildrand.
  • Nutzen Sie ein Bildbearbeitungsprogramm für kleine Retuschen. Es gibt kostenlose Programme wie Picasa (Windows) oder iPhoto (Mac). Mehr aus Ihren Bildern holen Sie mit kostenpflichtigen Programmen wie Adobe Lightroom oder Photoshop Elements (für Win & Mac).
  • Erstellen Sie Immobilienvideos für mehr Aufmerksamkeit.
  • Bleiben Sie aktuell. Bei Privatverkäufen kann es vorkommen, dass eine Immobilie länger am Markt ist. Tauschen Sie Bilder mit Schnee und kahlen Bäumen im Frühjahr aus.

Tipp: Wie Sie Ihre Immobilie besser nicht präsentieren, sehen Sie an diesen Beispielen.
Sicher, der Aufwand für eine gute Immobilienanzeige ist nicht ohne. Aber Sie werden schnell sehen, dass Ihr Engagement belohnt wird. Mit einer sorgfältig erstellten Anzeige helfen Sie Interessenten bei der Entscheidung, ob Ihre Immobilie interessant für sie ist.
Was in Sachen Vermietung und Verkauf sonst noch zu beachten ist, lesen Sie im Bereich Vermieten meines Blogs.

Digitalkamera für Immobilienfotos

Eine gute Kamera ist für aussagekräftige Immobilienfotos wichtig. Handybilder wirken unprofessionell.

Aufgemöbelt. Immobilien besser verkaufen dank Homestaging

Haben Sie viel Fantasie? Können Sie sich in einem leeren Raum vorstellen, wo Sie welche Möbel am besten platzieren, damit daraus ein Ort des Wohlfühlens wird? Kein Problem für Sie? Glückwunsch, dann gehören Sie zu den wenigen Menschen mit diesem Talent.
Viele, die eine leere Wohnung oder ein renovierungsbedürftiges Haus besichtigen, können sich diese nicht in wohnlichem Ambiente vorstellen. Für sie gibt es einen neuen Trend aus den USA – woher sonst. In Übersee wird kaum eine Immobilie vermittelt, die nicht mit Möbeln und Dekoration neu gestaltet wurde. Homestaging, so der Fachbegriff, ist inzwischen auch in Deutschland angekommen. So hat der Berufsverband Deutsche Gesellschaft für Home Staging und Redesign e.V. bislang rund 700 Homestager ausgebildet.
Der erste Eindruck zählt
In der Regel finden Kaufinteressenten eine Immobilie online in Immobilienbörsen oder auf Websites von Maklerfirmen. Hier sollte sich ein Immobilienangebot von anderen deutlich unterscheiden, um aufzufallen. Sonst klickt der Interessent weiter. Denn für den ersten Eindruck gibt es bekanntlich keine zweite Chance. Ähnlich läuft es bei der ersten Besichtigung. Wohnraum verkauft sich deutlich schneller wenn er nicht das Leben der vorherigen Besitzer dokumentiert. Vielmehr sollten die Räume mit reduzierter Einrichtung und Farbgebung ihr Potential für die neuen Eigentümer aufzeigen. Das Auge kauft schließlich mit.
Wann lohnt sich Homestaging?
Homestaging macht Sinn wenn Häuser und Wohnungen renovierungsbedürftig, mit Möbeln vollgestellt oder gänzlich leer stehen. Insbesondere wenn – vielleicht wegen unprofessioneller Vermarktung – lange kein Käufer gefunden wurde, können Problemimmobilien durch eine stilvoll gestaltete Atmosphäre neue Attraktivität gewinnen.
Ganz klar, Käufer entscheiden sich für Immobilien, in denen sie sich wohlfühlen. Auch Bauträger, die sich dieser Verkaufspsychologie bewusst sind, können die Vermittlung von Neubauwohnungen beschleunigen. Für sie verwandeln Homestaging-Profis kahle, unpersönliche Wohnungen in eine angenehme Umgebung, die ein wohliges Bauchgefühl vermittelt.

Bett, Lampen und Kissen bringen Gemütlichkeit ins Schlafzimmer

Homestaging am aktuellen Beispiel eines Neubaus: Bett, Lampen und Kissen bringen Gemütlichkeit ins Schlafzimmer. Vorher forderten kahle Wände viel Fantasie von potentiellen Käufern.


Im Wohnzimmer brachten die Profis von ... mit Teppichen, Möbeln, Bildern und Leuchten Behaglichkeit in den großen Raum.

Im Wohnzimmer dekorierten die Profis von homestagingde.com mit Teppichen, Möbeln, Bildern, Leuchten und kleineren Utensilien – für mehr Behaglichkeit im Raum.


Wer jetzt denkt, es geht beim Homestaging um Täuschung, der irrt. Es werden keine Wasserschäden versteckt, Risse zugespachtelt oder feuchte Stellen überstrichen. Das widerspricht dem Ehrenkodex der Homestaging-Profis. Zudem ist es Aufgabe eines professionellen Immobilienmaklers auf Baumängel explizit hinzuweisen.
Was kostet Eigentümer der Spaß?
Sprechen wir über Geld: Der Preis für umfangreiches Homestaging liegt zwischen ein und drei Prozent des Verkaufspreises. Aber die Kosten rechnen sich erfahrungsgemäß. Für eine gestylte Immobilie realisiere ich als Makler auch einen um bis zu 15 Prozent höheren Kaufpreis – weil sich Käufer so besser mit ihrem potentiellen neuen Zuhause identifizieren können. Ich sehe Homestaging als lohnende Investition für Immobilienverkäufer. Für Vermittlungen in Königstein, Kronberg, Bad Soden und im Rhein-Main Gebiet stelle ich gerne den Kontakt zu einem erfahrenen Homestaging-Spezialisten her.
Leere Wände und Kabel aus der Decke - typisch für Neubauten. Viel Flair, dank Licht und Möbeln.

Leere Wände und Kabel aus der Decke – typisch für Neubauten. Viel Flair, dank Licht und Möbeln.

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