Wohnen Im Taunus

Immobilien- und Livestyle-Blog für Eigentümer und solche, die es werden wollen.

Schlagwort: Energie

Immobilienmarkt 2015: Wichtige Änderungen

Das vor uns liegende Jahr bringt einige Änderungen für den Immobilienmarkt. Was genau auf Vermieter, Eigentümer, Mieter und Käufer zukommt, habe ich für Sie kurz und bündig zusammengefasst.
Mietpreisbremse für gestresste Wohnmärkte
Mieter in Städten und Regionen mit wenig Wohnraum werden künftig durch die sogenannte Mietpreisbremse entlastet. Bislang können Eigentümer den Mietpreis nach eigenem Ermessen festlegen. Tritt die Mietpreisbremse wie geplant in der ersten Jahreshälfte in Kraft, dürfen Bundesländer Gebiete mit knappem Wohnraum für fünf Jahre festlegen. Dort darf die Nettokaltmiete bei Neuvermietung dann höchstens zehn Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen. Ausgenommen sind Neubauten und grundsanierte Wohnimmobilien.
Bestellerprinzip regelt Provisionszahlung neu
Ebenfalls das Konto des Mieters entlasten soll das sogenannte Bestellerprinzip. Wer den Immobilienmakler bestellt, muss ihn künftig auch bezahlen. Meist sind dies die Vermieter. Auf sie kommt künftig zunächst eine Mehrbelastung zu. Ein guter Service mit Schutz vor zu geringen Mieteinnahmen, falscher Mieterwahl oder Leerstand der Immobilie sollte die Zusatzkosten aber wert sein. Wussten Sie schon? Wenn Sie als Eigentümer beispielsweise eine Wohnung oder ein Haus in Königstein vermieten möchten, können Sie die Kosten für die Wohnungsvermittlung steuerlich geltend machen.
So wie die Mietpreisbremse ist auch das Bestellerprinzip für die erste Jahreshälfte geplant. Es wurde im Oktober 2014 vom Bundeskabinett verabschiedet. Nach Prüfung von Bundestag und Bundesrat wird es vom Bundespräsidenten unterzeichnet und tritt damit in Kraft.
Höhere Grunderwerbsteuer flutet Kasse der Bundesländer
Die Grunderwerbsteuer steigt wieder. Diesmal nicht in Hessen, sondern in Nordrhein-Westfalen und dem Saarland auf 6,5 Prozent. Seit der Föderalismusreform 2006 dürfen alle Länder die Abgaben der Immobilienkäufer selbst bestimmen – und nutzen dies für saftige Steuererhöhungen. In 2014 haben fünf Länder erhöht. Allein Hessen hatte die Steuer innerhalb der letzten zwei Jahre von 3,5 auf auf 6 Prozent erhöht. Damit sind die Abgaben an den Fiskus beim Immobilienkauf ein wesentlicher Kostenfaktor.
KfW Zinsen weiter im Tiefflug
Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) hat die Zinsen für die Förderprogramme „Energieeffizient Bauen“, „Wohneigentum“ und „Altersgerechtes Umbauen“ um bis zu 0,25 Prozent gesenkt. Bauen Sie als Eigentümer eine Wohnung altersgerecht um, erhalten Sie einen Zuschuss von 5.000 Euro. Die Zinsübersicht finden Sie hier.
EnEV 2014: Verbot alter Heizungen & neue Anforderung an Immobilienanzeigen
Gemäß Energieeinsparverordnung (EnEV) dürfen Öl- und Gasheizkessel, die älter als 30 Jahre sind, nicht mehr betrieben werden. Brennwert und Niedertemperaturkessel sind ausgenommen.
Außerdem werden die Anforderungen an Anzeigen in Zeitungen und Immobilienportalen erhöht. Art des Energieausweises, Energieverbrauch der Immobilie und Energieträger müssen genannt werden. Ab dem 1.Mai werden Verstöße als Ordnungswidrigkeit mit bis zu 15.000 Euro geahndet. Was Sie bei Ihrer Immobilienanzeige sonst noch beachten sollten, lesen Sie hier.
EEG-Umlage kaum spürbar gesunken
Die im Erneuerbare Energien Gesetz festgelegte „Umlage für die Einspeisung erneuerbarer Energien“ ist zum 1. Januar 2015 von 6,24 auf 6,17 Cent pro Kilowattstunde gesunken. Die Umlage ist Teil des Strompreises und sichert die garantierten Preise für Stromeinspeisung durch Windparks und Solaranlagen. Positives Signal: Der Strompreis soll in absehbarer Zeit nicht steigen.
Infografik Grunderwerbsteuer der Bundesländer

Wohnimmobilien benötigen 52% ihrer Energie fürs Heizen

Haben Sie sich schon einmal gefragt wie viel Energie Sie wofür in Ihrem Haushalt verbrauchen? Die Internationale Energieagentur hats geprüft. Demnach geht mehr als die Hälfte der Energie in die Heizung Ihres Wohnraums. Zwar sanken die Preise für Heizöl und Fernwärme laut Heizspiegel 2014 um einige Prozentpunkte und auch der milde letzte Winter hat zur Entlastung des Budgets beigetragen. Ob der kommende Winter diesmal eine lange Kälteperiode bringt, wird sich erst noch zeigen.
Hohe Energiekosten sind der Grund warum ich bei Besichtigungen oft zum energetischen Zustand der Immobilie befragt werde. Nicht nur die technische Ausstattung wie Außendämmung, Alter und Energieträger der Heizungsanlage oder die Fenster- und Dachisolierung werden erörtert. Auch die gesetzlichen Bestimmungen sind für Käufer relevant.
So sieht die neue Energie-Einsparverordnung EnEV beispielsweise vor, dass Immobilienkäufer ab 2015 keine Heizung betreiben dürfen, die älter als 30 Jahre ist. Hat man eine alte Heizung mitgekauft, muss man sie zwingend austauschen, was aus energetischen Gründen auch Sinn macht.
Auch Mieter achten darauf, wie hoch die Energiekosten ihrer Wunschimmobilie sind. Aufschluss darüber gibt der Energieausweis mit Angabe des Verbrauchskennwertes. Spätestens seit 1. Mai 2014 muss dieser zwingend vom Eigentümer zur Verfügung gestellt werden.
Infografik Energieverbrauch Haushalt

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